Weingut Emil Bauer & Söhne


Das Weingut Emil Bauer ist unverwechselbar und einzigartig in seiner Vielfalt – was sich auch darin widerspiegelt, dass seit Generationen mehrere Generationen unter einem Dach vereint sind. Das Weingut der Brüder Bauer liegt im Herzen des geschichtsträchtigen Örtchens Nußdorf, gleich unterhalb der Weinstraße, umgeben von den schönen Weinbergen der Pfalz.

Hier gründete der Großvater der Brüder, Emil Bauer, den Betrieb in den 1920iger Jahren. Nachdem Vater und Onkel ab den 50iger Jahren das Weingut stetig vergrößerten, haben Alexander und Martin Bauer ihm nun einen neuen Look verliehen: individuell gestaltet, harmoniert die neue Vinothek mit dem innovativen Wein-Sortiment. Dazu passen auch die so genannten Label-Weine, die Martin Bauer mit seiner Erfahrung aus einem Jahrzehnt in der Werbe- und Marketingbranchekreiert hat. Die verschiedenen Labels mit den frechen englischen Sprüchen auf den Etiketten machen schon Spaß, bevor man die vielfach prämierten Weine genießt.
Darüber hinaus haben sich die Brüder auch die Geschichte des Dorfes zu eigen gemacht, zum Beispiel mit der so genannten Bundschuh-Linie. Der Bundschuh war das Symbol des bäuerlichen Aufstands und steht heute für Heimat, Handwerk und Tradition. Diese Einstiegsweine sind als unkomplizierte, frische und spritzige Vertreter ihrer Rebsorte perfekt für jeden Anlass. Der Fokus bei den Weißweinen liegt auf Sauvignon Blanc, Burgunder und Riesling.

Besonders bei den Rotweinen, die sie auf fast 50 Prozent ihrer Rebflächen anpflanzen, haben die Bauer-Brüder etwas gewagt. Die typischen deutschen Rebsorten waren ihnen nicht mehr genug: mit viel Erfolg bauen sie während der immer wärmer werdenden Sommer ein für die Pfalz bislang
einzigartiges Spektrum roter Reben an – darunter Malbec, Petit Verdot, Barbera und Nebbiolo.
Mit streng nachhaltigem Bewusstsein bewirtschaften Bauers insgesamt 35 Hektar eigene Weinberge um Nußdorf herum. Die bekannte Lage Kastanienbusch, Pfälzisch „Käschdebusch“, oberhalb von Birkweiler am Waldrand gelegen, ist die steilste Parzelle des Weingutes – und
verdankt ihren Namen den vielen Esskastanienbäumen.
Findet man normalerweise in der Südpfalz viel Löss, Lehm und kalkhaltige Boden, den vor allem die Burgunder Weine bevorzugen, so ist der
„Käschdebusch“ ein roter Sandsteinboden. Mit seinem geringen Wasserspeicher erwärmt sich der Boden schnell – der Riesling nutzt eben diese Bedingungen, um in absoluter Hochform zu gedeihen. Der magere Boden zwingt Rebstöcke dazu, sich von Anfang an tief zu verwurzeln, um dort an wichtige Nährstoffe zu kommen. Die Mineralstoff-Aufnahme erfolgt in Form von Salzen, die sich vom Umgebungsgestein lösen. Geschmacklich sind die hier wachsenden Rieslinge anfangs oft verschlossene Weine mit kräutiger Note, anstelle der typischen Fruchtaromen. Nach ein paar Jahren Flaschenreife öffnen sie sich und zeigen Ihren vielschichtigen Charakter und die spürbare Mineralität.