Bordeaux


Bordeaux-Weine sind wahrhaft demokratisch und bieten für jeden Weinliebhaber etwas:
die teuersten Flaschen, die die Welt je gesehen hat, oder preiswerte Flaschen für den täglichen Gebrauch.

Bordeaux steht wie kaum eine andere Region für große Cuvées aus Merlot und Cabernet Sauvignon, tiefes Terroir und legendäre Châteaux. Zwischen Atlantik, Gironde, Garonne und Dordogne entstehen charaktervolle Rotweine mit Struktur und Eleganz, frische trockene Weißweine aus Sauvignon Blanc & Sémillon sowie edelsüße Ikonen aus Sauternes. Die Vielfalt der Appellationen – von Médoc und Pauillac über Saint-Émilion und Pomerol bis Graves und Entre-Deux-Mers – spiegelt unterschiedliche Böden aus Kies, Ton und Kalk wider. Das maritime Klima sorgt für lange Reife und ausgewogene Säure. Ob klassischer Bordeaux-Blend, Cru Classé oder moderner Zweitwein: Bordeaux bietet Genussmomente vom täglichen Trinkwein bis zum jahrzehntelang lagerfähigen Grand Vin. Entdecken Sie bei uns ausgewählte Bordeaux-Weine, die Herkunft, Stil und Handwerk authentisch ins Glas bringen.

Das Wichtigste über Bordeaux

1) Wofür steht Bordeaux stilistisch?
Für strukturierte, trockene Rotweine (meist Cuvées aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc) mit Tiefe, feiner Frucht, straffem Tannin und guter Lagerfähigkeit. Daneben gibt es frische Weißweine, Rosé, Crémant und edelsüße Sauternes.

2) Linkes vs. rechtes Ufer – was ist der Unterschied?
Linkes Ufer (Médoc/Graves): fokus auf Cabernet Sauvignon, kräftiger, tanninbetonter. Rechtes Ufer (Saint-Émilion/Pomerol): mehr Merlot, runder, früher zugänglich.

3) Welche Rebsorten dominieren in Bordeaux?
Rot: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc (ergänzt von Petit Verdot, Malbec, Carmenère).
Weiß: Sauvignon Blanc, Sémillon, Muscadelle.

4) Wie lange kann man Bordeaux lagern?
Gute Crus 8–20+ Jahre, Top-Châteaux teils deutlich länger. Basis-Bordeaux macht bereits jung viel Freude (2–6 Jahre).

5) Zu welchen Gerichten passt Bordeaux?
Rot: Rind, Lamm, Wild, gereifter Hartkäse.
Weiß trocken: Fisch, Meeresfrüchte, Ziegenkäse.
Sauternes: Blauschimmelkäse, Foie gras, Dessert – oder als spannender Aperitif.



Bordeaux in Kürze

  • Land/Region: Südwestfrankreich, rund um die Stadt Bordeaux

  • Klima: Atlantisch-maritim; milde Winter, gemäßigte Sommer

  • Böden (Terroir): Kies/Gravel (Graves, Médoc), Ton-Kalk (Saint-Émilion), Sand, Lehm

  • Rebfläche: ca. 110.000 ha

  • Appellationen/Teilgebiete: Médoc (u. a. Pauillac, Saint-Julien, Margaux), Graves & Pessac-Léognan, Sauternes & Barsac, Entre-Deux-Mers, Libournais (Saint-Émilion, Pomerol), Blaye/Bourg

  • Hauptrebsorten rot: Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc (Petit Verdot, Malbec, Carmenère ergänzend)

  • Hauptrebsorten weiß: Sauvignon Blanc, Sémillon, Muscadelle


  • Weinstile: Rot (dominant), Weiß trocken, Weiß edelsüß (Sauternes), Rosé, Crémant de Bordeaux

  • Klassifikationen: 1855 (Médoc & Sauternes), Graves-Klassifikation, Saint-Émilion-Klassifikation, Cru Bourgeois (Médoc)

  • Typische Merkmale: Cassis, Pflaume, Zedernholz, Graphit, Tabak; bei Weiß: Zitrus, Stachelbeere, Kräuter, teils Honig/Wachs bei gereiftem Sémillon

  • Serviertemperatur: Rot 16–18 °C, Weiß 8–10 °C, Sauternes 8–10 °C

  • Speisenempfehlungen: Lamm, Entrecôte, Wild; bei Weiß: Meeresfrüchte, Geflügel; Sauternes: Blauschimmelkäse/Dessert